Fahrsicherheit: Stoßdämpfer regelmäßig überprüfen lassen

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Wartung

Quelle: Monroe/Tenneco Inc.@2013Quelle: Monroe/Tenneco Inc.@2013

Ein kurzer Tritt in die Bremsen, ein kleines Ausweichmanöver und schon fängt der Wagen an zu trudeln. Nach dem kurzen Schreckmoment wird sofort klar, dass das Fahrwerk überprüft - und gegebenenfalls die Stoßdämpfer ausgetauscht werden müssen. Aber - woran erkennt man defekte Dämpfer im Vorfeld und was ist zu beachten?

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Kontrolle bei der Fahrt

Außer den Liebhabern klassischer Automobile wie z.B. der Citroen DS mit ihrer hydropneumatischen Dämpfung, gibt es heutzutage nur wenige Autofahrer, die ein indirektes, undifferenziertes Fahrverhalten bevorzugen. Denn ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsaspekt ist, immer und jederzeit das Fahrzeug mit Unterstützung der aktiven Sicherheitselemente wie ABS und ESP in Verbindung mit guten Fahrwerken und Stoßdämpfern unter Kontrolle zu haben.

Sicherheitsrisiko defekte Stoßdämpfer

Da sind sich Fahrzeughersteller und Prüforganisationen einig: Stoßdämpfer als Teil des Fahrwerks sind für ein sicheres Handling und guter Straßenlage von entscheidender Bedeutung! Genau wie Bremsbeläge- und Scheiben sind sie Verschleißteile. Leider lassen sich aber Zustand und Funktion von einem Laien kaum überprüfen, hier muss eine Fachwerkstatt ran.

Dabei sind die Ursachen für Stoßdämpferdefekte bekannt: Schleichender Verschleiß, Korrosion, unsachgemäßer Einbau, selbstdurchgeführte Modifikationen und zu starke Beanspruchung beeinflussen die Funktion der Dämpfer wesentlich.

Abnutzung bleibt oft unbemerkt

Defekte werden oftmals erst spät entdeckt, da der Prozess der Abnutzung langsam vorangeht. Und viele Autofahrer gewöhnen sich dann mit der Zeit an das Fahrverhalten ihres Pkw. Und darunter leidet vor allem die Sicherheit: „Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bricht das Fahrzeug wesentlich früher aus. Der Bremsweg verlängert sich etwa ab Tempo 80 um zwei bis drei Meter und der gefürchtete Aquaplaning-Effekt setzt viel früher ein“, sagt TÜV Rheinland-Experte Hans-Ulrich Sander. „Außerdem verschleißen die Reifen schneller.“

Gerade auch die elektronischen Fahrwerkskomponenten wie ABS (Antiblockiersystem), ASR (Antischlupfregelung) oder ESP (Elektronische Stabilitätskontrolle) werden durch mangelhafte Dämpfer, laut TÜV Rheinland, in ihrer Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigt. Experten empfehlen, Stoßdämpfer spätestens alle 20.000 Kilometer überprüfen und gegebenenfalls ersetzen zu lassen.

So erkennen Sie defekte Stoßdämpfer:

● Am Dämpfer tritt erkennbar Öl oder Rost aus.
● Räder verlieren bei Unebenheiten den Kontakt zum Untergrund.
● Poltergeräusche treten beim Bremsvorgang oder bei Bodenwellen auf.
● Aquaplaning setzt schnell ein.
● Reifen sind ungleichmäßig abgefahren.
● Auf ebener Strecke flattert die Lenkung.
● Der Pkw ist besonders seitenwindempfindlich.
● Der Wagen neigt zum „Schwimmen und Aufschaukeln“.

Trifft einer der oben genannten Punkte auf ihr Fahrzeug zu, dann lassen Sie ihr Fahrzeug umgehend von einer Kfz-Fachwerkstatt prüfen, denn hier ist Handlungsbedarf gegeben.

Quelle: Monroe/Tenneco Inc.@2013

Auf Markenqualität achten

Wichtig ist, sich nicht von Billig-Lockangeboten diverser Online-Portale blenden zu lassen. Beim Stoßdämpferwechsel sollte man unbedingt auf Markenqualität setzen (z.B. Monroe), da die aktuelle Technik der Pkw moderne Fahrwerkskomponenten in hochwertiger Qualität benötigen, um den gestiegenen Anforderungen an Fahrverhalten und Zuverlässigkeit der Kraftfahrzeuge gerecht zu werden.


Zahlen & Fakten

Quelle: Monroe/Tenneco Inc.@2013

In Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten wie beispielsweise dem TÜV Rheinland hat Monroe® die Auswirkungen von verschlissenen und defekten Stoßdämpfern auf das Fahrverhalten untersucht und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

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• Längerer Bremsweg: Der Bremsweg verlängert sich bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h um etwa zwei bis drei Meter. Bei einem vollbesetzten Fahrzeug beträgt der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h sogar 11,3 Meter (TÜV Rheinland).

• Früheres Aquaplaning: Mit zu 50 Prozent verschlissenen Stoßdämpfern beginnt Aquaplaning bereits bei 109 km/h – bei voller Leistungsfähigkeit erst bei 125 km/h (TÜV Rheinland).

• Erhöhter Reifenverschleiß: Bei einer Laufzeit von 9.000 km hat ein Auto mit zu 65 Prozent abgenutzten Stoßdämpfern einen um zehn Prozent höheren Reifenverschleiß als ein Auto mit voll funktionstüchtigen Stoßdämpfern (Centro Tecnico Pirelli).

• Versagen von ABS/ESP: Die Funktionsfähigkeit von Antiblockiersystem (ABS) oder der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP) wird stark beeinträchtigt: Stoppt ein Auto mit ABS und wirksamen Stoßdämpfern auf Schnee und Eis bei Tempo 50 nach genau 28,8 Metern, gelingt dies einem Auto mit verschlissenen Stoßdämpfern erst nach 35,4 Metern (TÜV Rheinland).

Video: Safety-Test mit Tiago Monteiro >


Grafik: M. Wiele, Autofahrerseite.eu


Fazit

Hier kann nur der Fachmann helfen. Denn wenn es um die Überprüfung des Fahrwerks geht, ist spezielles Messwerkzeug und Fachwissen notwendig. Lassen Sie sich keine „Billigdämpfer“ einbauen, die günstig im Internet angeboten werden, da gerade in den sensiblen Bereichen des Fahrwerks eine präzise Funktion der Dämpfer von erheblicher Bedeutung ist. Und deshalb setzen Sie hier auf hochwertige, zuverlässige Markendämpfer und die unabhängige Kfz-Fachwerkstatt in Ihrer Nähe.



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Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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