2017: Das ändert sich für Autofahrer

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In 2017 kommen viele Änderungen auf den Autofahrer zu. Neue Regeln und Gesetzgebungen im Auto-Alltag müssen jetzt umgesetzt werden. Welche das genau sind und was das für Sie bedeutet, sagt Ihnen AUTOFAHRERSEITE.EU …

Klare Regelung bei Rettungsgasse

Auf Autobahnen sowie außerorts auf Straßen mit mindestens zwei Streifen pro Richtung gilt künftig: Sobald Autos mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder es Stillstand gibt, müssen sie eine Rettungsgasse zwischen der äußersten linken Spur und der unmittelbar rechts daneben bilden. Bei drei oder vier Spuren fahren also die Autos auf dem linken Streifen nach links und alle anderen nach rechts. Bisher sollte etwa bei vier Spuren die Gasse in der Mitte gebildet werden. „Diese Regelung schafft Klarheit und wird die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer erhöhen“, sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

HU und Führerschein teurer

Laut Medienberichten planen TÜV und Dekra die Gebühren für die Führerscheinprüfungen sowie die Hauptuntersuchungen für Autos (HU) zu erhöhen. Die theoretische Prüfung soll künftig statt rund elf Euro 11,90 Euro kosten. Für die inzwischen übliche Prüfung am Computer werden in Zukunft 10,60 Euro fällig. Die Abnahme der praktischen Pkw-Prüfung soll 91,50 Euro kosten. Die praktische Motorrad-Prüfung verteuert sich auf 121,38 Euro.

Ebenfalls teurer wird die Hauptuntersuchung, die alle zwei Jahre fällig wird. Je nach Bundesland werden künftig Gebühren in Höhe von 35 Euro bis 54,86 Euro erhoben - ohne Abgasuntersuchung (AU) für ein Motorad. Die Preise sind je nach Region unterschiedlich.

Mehr 30er-Zonen

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, die auf 30 km/h reduziert werden kann, wenn es sich zum Beispiel um einen Unfallschwerpunkt handelt. Auf Hauptverkehrsstraßen hingegen waren die Hürden für eine Absenkung bislang sehr hoch. Ab 2017 ändert sich dies.

Zukünftig sollen Gemeinden eine 30er-Zone leichter ausweisen können, auch wenn diese an Hauptstraßen liegen. Durch die neue Regelungen profitieren besonders Behörden, die nun in "sensiblen Bereichen mit besonders schützenswerten Verkehrsteilnehmern" - etwa rund um Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern - leichter ein Tempolimit von 30 km/h realisieren können. Allerdings: Müssen die Pläne noch mit Verkehrsressort des Bundestages abstimmen. Erst dann kann die Straßenverkehrsordnung entsprechend geändert werden.

Erweiterter Bußgeldkatalog: Rollstuhlsicherung

Eine Erweiterung des Bußgeldkataloges zum 1. Februar 2017 sieht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro vor, wenn ein vorgeschriebenes Rollstuhl-Rückhaltesystem oder ein Rollstuhlnutzer-Rückhaltesystem während der Fahrt nicht angelegt wird.

Höhere Strafen für Handynutzung

Im Rahmen der kommenden Bußgeldreform sollen die Strafen für die Handynutzung im Straßenverkehr erhöht werden. Verstöße sollen bei Autofahrern mit 100 Euro geahndet werden, auf dem Fahrrad steigt das Verwarnungsgeld von 25 auf 55 Euro. Verboten werden sollen zudem die Nutzung von Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen sowie das Schreiben von Kurznachrichten. Ausdrücklich erlaubt werden soll die Nutzung von Sprachsteuerungen, Vorlesefunktionen und Head-up-Displays.

Carsharing-Gesetz

In 2017 soll zudem das Carsharing-Gesetz in Kraft treten. Darin wird definiert, was unter dem Begriff Carsharing-Fahrzeug zu verstehen ist und wie diese Fahrzeuge zu kennzeichnen sind. Das Gesetz schafft die Grundlage, um im Wege einer anschließenden Verordnung den Straßenverkehrsbehörden vor Ort die Möglichkeit einzuräumen, separate Parkflächen für Carsharingfahrzeuge ausweisen zu können. Zudem können die Länder Carsharingfahrzeuge von Parkgebühren befreien. Ein neues Verkehrsschild (siehe unten) soll Carsharing-Parkflächen kennzeichnen.

Zum Jahresbeginn 2016 waren insgesamt 1.260.000 Carsharingkunden registriert, die sich 16.100 Carsharingfahrzeugen teilen. Statistisch benutzen damit zirka 78 Fahrberechtigte gemeinsam ein Fahrzeug. In 537 deutschen Städten und Gemeinden gab es stationsbasierte Carsharinganbieter mit 430.000 Fahrberechtigten.

Quelle: BMVI

TÜV-Plakette in Rosa

Fahrzeuge mit brauner Plakette sollten umgehend zum TÜV. Ab 2017 gilt die rosa Plakette. Wer im neuen Jahr immer noch mit brauner Plakette unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld. Bei mindestens zwei Monaten Verzug kommen weitere Kosten auf den Fahrzeughalter zu.

Beschreibung

BußgeldPunkte
HU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: von 2 bis zu 4 Monaten 15 €
HU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: von 4 bis zu 8 Monaten 25 €
HU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: über 8 Monaten 60 € 1
AU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: zwischen 2 und 4 Monaten 15 €
AU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: zwischen 4 und 8 Monaten 25 €
AU überzogen (PKW etc.) um folgenden Zeitraum: über 8 Monate 60 € 1
ohne Zulassungsbescheinigung Teil 1 gefahren oder bei Verkehrskontrolle nicht ausgehändigt 15 €
meldepflichtige Änderungen der Zulassungsstelle nicht mitgeteilt 10 €

Österreich: Vignette wird türkis und teurer

Die österreichische Mautplakett für 2017 ist türkis, die Preise werden um 0,8 Prozent erhöht. Dann kostet die Jahresvignette 86,40 Euro, die Zweimonats-Vignette 25,90 Euro und die Zehntages-Vignette 8,90 Euro. Die 2016er Vignetten sind noch bis zum 31. Januar 2017 gültig. Achtung: Auf der Windschutzscheibe dürfen sich keine österreichischen Vignetten aus den Vorjahren befinden.

Eine Vignette gilt immer nur für ein Fahrzeug und ist nicht auf ein anderes übertragbar. Fahren ohne Vignette zieht in der Regel eine Ersatzmaut nach sich, die für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen 120 Euro beträgt. Wer mit einer bereits geklebten und auf ein anderes Fahrzeug übertragenen Vignette erwischt wird, muss 240 Euro zahlen.Das Nichtbezahlen der Ersatzmaut zieht eine Anzeige nach sich. Sie kann 300 bis 3 000 Euro teuer werden.

 

Abschnittskontrolle auf der Autobahn

Dauerhafte Geschwindigkeitskontrolle auf der Autobahn hört sich für Autofahrer, die gerne einmal das Gaspedal durchdrücken, wie eine Horrornachricht an. Doch das Section Control bereits in den Startlöchern. Ab Anfang 2017 wird ein Modellversuch, wie bereits in Italien und Österreich im Einsatz, auf der B 6 bei Hannover gestartet. Außerdem könnte die Tempo-Abschnittskontrolle im kommenden Jahr auch in Nordrhein-Westfalen installiert werden. Gemessen werden soll auf einem Teilstück der A 46 zwischen der Anschlussstelle Düsseldorf-Süd und Fleher Brücke.

Section Control bedeutet „Abschnittskontrolle“. An mehreren Stellen einer Strecke von einigen Kilometern (meist zwischen 2 und 5 km)  sind Blitzer installiert, die ermitteln, zu welcher Zeit das Fahrzeug die entsprechende Stelle erreichte. Abschließend wird anhand der Zeit, die das Fahrzeug bis zum Erreichen der einzelnen Kontrollpunkten benötigte, die Durchschnittsgeschwindigkeit des Autos in km/h ermittelt. Überschritt diese die zulässige Höchstgeschwindigkeit, wird an den Fahrer ein Bußgeldbescheid verschickt.

Tesla berechnet Ladestrom

Eine weitere Änderung betrifft nur Fahrer von Tesla-Modellen. Denn der Hersteller aus Kalifornien verlangt ab dem 1. Januar 2017 Geld für das Laden an den sogenannten "Supercharger"-Ladesäulen. Bisher war dieser Service kostenfrei.

Tesla-Neukunden, die ihr Fahrzeug nach dem 1. Januar 2017 bestellen, werden demnach zur Kasse gebeten. Aber: Sie erhalten eine jährliche Gutschrift über 400 kWh. Kunden von bereits auf der Straße befindlichen Fahrzeugen dürfen weiterhin unbegrenzt umsonst laden. Tesla, die bereits vor dem 1. Januar 2017 bestellt worden sind, die aber noch nicht angeliefert wurden, sind auch von der Zahlung befreit. Allerdings nur: Sofern der Verkäufer das Automobil vor dem 1. April 2017 in die Hände des Käufers übergibt.

Förderung für E-Fahrzeuge und Ladestationen

Im vergangenen Jahr beschloss das Bundeskabinett eine steuerliche Förderung der Elektromobilität im Straßenverkehrt. Bei der Erstzulassung eines Elektrofahrzeugs gilt seit dem 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2020 eine zehnjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung.

Zudem sind vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2020 gewährte Vorteile für Arbeitnehmer, die Elektro- oder Hybridfahrzeuge im Betrieb laden, steuerbefreit. Der Arbeitgeber kann diese Vorteile pauschal mit 25% Lohnsteuer besteuern.

Von 2017 bis 2020 stellt die Bundesregierung außerdem 300 Millionen Euro zur Förderung von Schnelllade- und Normallladestationen zur Verfügung. Die Installation von Normalladepunkten bis 22 Kilowatt soll mit bis zu 3000 Euro gefördert werden. Für Schnellladepunkte bis 100 Kilowatt gibt es bis zu 12.000 Euro. Ab 100 Kilowatt sogar maximal 30.000 Euro. Zudem planen die deutschen Autohersteller ein gemeinsames Netz von Ladesäulen ab 2017. Bis 2020 wollen sie tausende Stationen errichten. Daimler, BMW, der Volkswagen-Konzern mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie der US-Autobauer Ford unterschrieben eine Absichtserklärung für das entsprechende Gemeinschaftsprojekt.

Umweltschutz: Euro4 für Motoräder

Ab Januar 2017 dürfen neue Motorräder nur noch zugelassen werden, wenn sie mindestens die Schadstoffvorgaben der Euro-4-Norm entsprechen. Gegenüber der bisher geltenden Euro-3-Norm verringern sich die Emissionen der Zweiräder mit der Neuregelung um rund die Hälfte. Schnäppchenjäger aufgepasst: Viele aktuelle Motorräder sind deshalb derzeit mit besonders hohen Rabatten zu bekommen. Außerdem neu: Der maximale Geräuschpegel bei Motorrädern über 175 Kubikzentimeter Hubraum darf künftig nicht mehr als 80 Dezibel betragen.

Die Neureglung jedoch nur für Erstzulassungen, alte Bikes genießen Bestandschutz. „Das sorgt aber dafür, dass viele Händler nun die alten Maschinen loswerden wollen. Hier können vielleicht ein paar Schnäppchen geschossen werden“, sagt Constantin Hack vom ACE.

Gedrosselte Quads

Das bisherige Leistungslimit von 15 kW für Quads und ATVs (Geländefahrzeuge) entfällt. Statt dessen gilt ab nächstem Jahr für alle Neufahrzeuge ein bauartbedingtes Geschwindigkeitslimit von 90 km/h. Absehbar ist, dass damit Leistung und Drehmoment von Quads deutlich ansteigen werden.

Ampel-Regelung für Radfahrer

Bislang galten für Radler die Fußgängerampeln, wenn an Ampelkreuzungen keine eigenen Lichtzeichen für Radler vorhanden waren. Künftig gilt nach Paragraf 37 Abs. 2 Satz 6 StVO: „Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten.“ Auf Radwegen gelten die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr.

Demnach müssen Autofahrer noch genauer auf die Radfahrer achten, die nun am Straßenverkehr teilnehmen.

Radfahren mit Kind

Bislang mussten radelnde Eltern, die kleine Kinder begleiten, auf dem Radweg oder der Fahrbahn fahren, während die Kinder mit ihrem Rad den Fußweg nutzen durften. Dies ändert sich ab 2017. Eine längst überfällige Entscheidung, wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) betont. „Es war völlig realitätsfremd, dass Kleinkinder und Eltern voneinander getrennte Wege nutzen mussten“, sagt Smetanin.

Ab diesem Jahr dürfen Erwachsene Kinder unter acht Jahren beim Radfahren auf dem Bürgersteig begleiten. Zudem können Kinder unter acht Jahren darüber hinaus wählen, ob sie alternativ zum Gehweg einen baulich getrennten Fahrradweg benutzen wollen.

E-Bikes auf Radwegen

Pedelecs, die bis Tempo 25 elektrisch fahren können, sollen ab 2017 auch auf den Radwegen rollen. Kenntlich gemacht werden soll dies mit einem neuen Verkehrsschild „E-Bikes erlaubt“. Die schnelleren S-Pedelecs jedoch sind davon ausgenommen. „Leider ist die Definition hier nicht eindeutig genug.“ Es sei daher zu befürchten, dass künftig S-Pedelecs mit einer Unterstützung bis 45 km/h auch auf den für E-Bikes freigegebenen Radwegen unterwegs sind, sagt Anja Smetanin vom Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Kfz-Versicherung wird einigerorts billiger

2017 profitieren rund 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Für sie wird die Kfz-Versicherung billiger. Knapp 4,8 Millionen werden heraufgestuft. Bei den Regionalklassen für 2017 zeigt sich, dass vor allem die Autofahrer im Norden bekommen besonders niedrige Einstufungen. Demnach kommt ein Großteil der 6,3 Millionen Autofahrer, für die 2017 die Kfz-Versicherung billiger wird, aus den nördlichen Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hohe Regionalklassen gelten vor allem in Großstädten sowie in Teilen Bayerns.

Auch bei der Kaskoversicherungen ändert sich 2017 nur wenig. Von den über 33 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten Autofahrern rutschen rund zwei Millionen in niedrigere Klassen. 2,4 Millionen sind 2017 in höhere Regionalklassen eingestuft. Für die anderen Versicherten bleibt alles beim Alten.

Gigaliner weiter auf den Straßen

Auch nach Abschluss des Feldversuchs werden 2017 noch sogenannte Gigaliner über deutsche Straßen rollen. Nach Ankündigungen von Verkehrsminister Dobrindt sollen die derzeitig 159 überlangen Trucks weiterhin auf dem freigegebenen Streckennetz unterwegs sein dürfen. Zurzeit sind etwa 11.600 Straßenkilometer in allen Bundesländern außer in Berlin und dem Saarland für Lang-Lkw freigegeben.

Änderungen im Ausland

Umweltzonen in Frankreich

Nach Paris führt am 1. Januar 2017 auch Grenoble eine Umweltzone ein, in den kommenden Jahren wird es Umweltzonen in weiteren 23 Städten geben. Plakettenpflicht besteht ab dem 1. April 2017 auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge, entsprechende Plaketten sind ab März 2017 erhältlich. Eine fehlende Umweltplakette wird mit 68 Euro (Pkw) geahndet. Je nach Baujahr und Schadstoffklasse werden Plaketten in unterschiedlichen Farben ausgestellt, derzeit ist eine Einfahrt in die Umweltzonen mit allen Plakettenfarben gestattet. Die Preise für die Plaketten stehen noch nicht fest.

Zudem besteht für Motorradfahrer bereits seit dem 20. November 2016 eine Handschuhpflicht.

Telefonieren in Italien

In Italien werden zum 1. Januar 2017 die Bußgelder für Verstöße im Straßenverkehr angehoben. Bei Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung soll künftig sofort der Führerschein eingezogen werden (15 Tage bis 2 Monate). Dies bedeutet für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse ein Fahrverbot in Italien.

Schweiz achtet genau auf den Führerschein

Wer den Führerausweis für mindestens zwölf Monate oder auf unbestimmte Zeit wegen Missachtung von Tempovorschriften abgeben muss, erhält er den Führerschein nur mit der Auflage zurück, während fünf Jahren nur noch Kraftfahrzeuge zu führen, die mit einer Blackbox (Datenaufzeichnungsgerät) ausgerüstet sind.

Wem der Führerausweis wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wird, darf nach der Durchführung einer Therapie und aufgrund einer günstigen Prognose, während fünf Jahren nur noch Kraftfahrzeuge fahren, die mit einer Atemalkohol-Wegfahrsperre ausgerüstet sind.

Griechenland und Niederlande

Griechenland hat als einziges EU-Land den EU-Rahmenbeschluss zur gegenseitigen Vollstreckung von Geldbußen noch nicht umgesetzt. Möglicherweise ist mit einer Umsetzung in 2017 zu rechnen. Die Niederlande erhöht ab dem neuem Jahr die Bußgelder.

Was 2017 noch kommen könnte

Höhere Bußgelder für Handynutzung

Das Verkehrsministerium hat die Bußgeldstrafe für die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer erhöht. Verboten ist nun explizit jede Nutzung des Handys, also nicht nur das Telefonieren, sondern auch das Tippen von Nachrichten. Eingeschlossen in die Änderung der Straßenverkehrsordnung sind auch Tablets, E-Books und Videobrillen. Wer im neuen Jahr bei der Nutzung eines dieser Endgeräte während der Fahrt erwischt wird, muss statt der bisherigen 60 Euro fortan 100 Euro zahlen. Wie zuvor erwartet den Fahrer außerdem ein Punkt in Flensburg. Ausdrücklich erlaubt werden soll die Nutzung von Sprachsteuerungen, Vorlesefunktionen und Head-up-Displays.

Carsharing-Gesetz auf dem Weg

2017 soll das Carsharing-Gesetz in Kraft treten. Es definiert, was unter dem Begriff Carsharing-Fahrzeug zu verstehen ist und wie diese Fahrzeuge zu kennzeichnen sind. Auch sollen sie von Parkgebühren befreit werden können. Ein neues Verkehrsschild soll im Laufe des kommenden Jahres Carsharing-Parkflächen kennzeichnen. Das Gesetz schafft die Grundlage, um im Wege einer Verordnung den kommunalen Straßenverkehrsbehörden die Möglichkeit zu geben, separate Parkflächen für Carsharing-Fahrzeuge ausweisen zu können.

Härtere Strafen für Gaffer und illegale Autorennen

Zwar sind die Gesetzte und Bußgelder noch nicht ganz angepasst, doch es gilt als sicher, dass Teilnehmer an illegalen Autorennen im öffentlichen Straßenverkehr härter bestraft werden sollen. Statt, wie bisher, nur 400 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot sollen Gefängnis und Führerscheinentzug drohen.

Zudem sollen Strafen für Schaulustige bei Verkehrsunfällen eingeführt werden. Personen, die Fotos von der Unglücksstelle machen, aber nicht helfen, sollen härter bestraft werden. Dieser Sachverhalt stellt eine Straftat dar, die eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe nach sich ziehen kann. Gaffen selbst gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit bis zu 1000 Euro Bußgeld geahndet werden. Genaueres darüber finden Sie in diesem Beitrag...

Fahrlehrerrecht wird verschärft

Eine Reform des Fahrlehrerrechts soll eine bessere Ausbildung der Fahrlehrer und eine Kontrolle der Fahrschulen ermöglichen.

Maut - Kommt Sie oder nicht!?

Auf einen Kompromiss haben Deutschland und die EU sich bekanntermaßen bei der Pkw-Maut geeinigt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt ist der EU-Kommission in zentralen Punkten entgegenkam. Unter anderem wird die Kurzzeitvignette für Ausländer stärker gestaffelt und die 1:1-Entlastung für deutsche Autofahrer ist vom Tisch.

Die EU-Kommission hatte Deutschland im September 2016 wegen verschiedener Punkte bei den Mautplänen verklagt. Nach den Plänen von Dobrindt sollte die Maut bereits Anfang 2016 eingeführt werden. Nun dürfte die Maut 2017 kommen – der Bundestag muss den geplanten Änderungen jedoch noch zustimmen.

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