Darum zum Frühjahrs-Check (alt)

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Tipps & Trends

Foto/Quelle: BMW GroupFoto/Quelle: BMW Group

Der Winter war hart. Nicht nur der Autofahrer freut sich über steigende Temperaturen und blauen Himmel, auch das Auto will gewartet werden.
Denn kalte Witterung, Schnee, Salz und Schlaglöcher haben Ihre Spuren hinterlassen, auch wenn man es selbst gar nicht merkt.  Wir zeigen Ihnen auf, warum Sie nach der kalten Jahreszeit unbedingt den Frühjahrscheck machen lassen sollten.

Reifenwechsel  

Foto: U. Kröner, GTÜ, Quelle: GTÜ

Tatsächlich vergessen viele Autofahrer den Umstieg von Winter- auf Sommerreifen. Auch als kostensparende Maßnahme macht das keinen Sinn, da durch die Winterbereifung mehr Benzin  verbraucht wird. Zudem können sich in der Sommerhitze die Fahreigenschaften rapide verändern; viel zu lange Bremswege sind die Folge. Die Reifenwechsel also immer passend zur Jahreszeit durchführen, die Faustformel lautet: „von O bis O“. Also rund um Ostern auf Sommerreifen wechseln und im Oktober auf die Winterreifen.

Foto/Quelle: GTÜ

Reifendruckkontrolle 

Kontrollieren Sie den Reifendruck, denn die Seitenwände der Reifen können gequetscht und beschädigt werden. Eine defekte Karkasse ist dann die Folge. Der Reifen kann undicht werden oder sogar platzen. Eine Reifendruckkontrolle sollten Sie ohnehin regelmäßig, d.h. alle 4-5 Wochen machen.

Foto/Quelle: GTÜ

Lenkungs- und Aufhängungsteile sichten 

Keine Kompromisse sollte es bei sicherheitsrelevanten Komponenten wie Lenkungs- und Aufhängungsteilen geben. Hier müssen die Toleranzen geprüft werden und betroffene Teile sofort getauscht werden. Gleiches gilt für Buchsen, Faltenbälge, Lenkspiel und Aufhängungen. Bitte beachten Sie, das Arbeiten an sicherheitsrelevanten Einrichtungen immer durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen sollte.

Foto/Quelle: Bosch Bremsen-Check

Korrosion durch Streusalz kann für die Bremsanlage fatale Folgen haben. Auch besteht die Möglichkeit, dass die Bremsflüssigkeit Wasser gezogen haben könnte. Zeit für einen Check in der Fachwerkstatt. Auch hier gilt der dringende Hinweis, dass die Arbeiten an den Bremsanlagen qualifizierten Kfz-Meisterbetrieben vorbehalten bleiben sollte.

Foto/Quelle: TÜV Süd Stoßdämpfer checken

Schlechte Straßen, Schlaglöcher, Salz und extreme Temperaturen belasten die Stoßdämpfer aufs äußerste. Wird die Verschleißgrenze überschritten, dann wirkt sich das auf das Fahrverhalten aus: Die Räder verlieren die Bodenhaftung, das Fahrzeug bricht aus und die Bremswege verlängern sich gefährlich. Da der Verschleiß schleichend ist und viele Autofahrer ihn nicht bemerken, nutzen Sie unbedingt den Frühjahrs-Check Ihrer Werkstatt.

Foto/Quelle: Mann Hummel Luftfilter überprüfen

Auch Luftfilter verschleißen und setzen sich zu. Gerade in der kalten Jahreszeit kann viel Laub, Schmutz und Rollsplit in die Nähe des Filters gelangen. Wenn das Kfz nicht mehr richtig „zieht“, liegt es oft am Filter. Also dringend regelmäßig austauschen lassen.

Foto/Quelle: TÜV Süd Pollenfilter ersetzen lassen 

Für Pollenfilter gilt das gleiche wie für die Luftfilter des Motors. Diese sind regelmässig zu wechseln, denn nur so kann der Innenraum mit sauberer und gesunder Luft versorgt werden. Daher gehört zu einem Frühjahrscheck auch immer die Kontrolle, ob der Pollen-/ Innenraumfilte reif für den Wechsel ist. Speziell die Allergiker unter uns sollten auf kürzere, als die empfohlenen Wechselintervalle, achten.

Foto/Quelle: TÜV Süd Scheiben und Beleuchtung

Glasflächen müssen auch von innen gereinigt werden. Defekte Scheibenwischer sind auszutauschen und die Beleuchtungsanlage augenscheinlich auf Steinschläge und Funktion zu prüfen. Scheinwerfer und Leuchten müssen auf Dichtheit geprüft werden, denn Wassereintritt macht die Reflektoren blind und sorgt für Kurzschlüsse in der elektrischen Anlage.

Foto/Quelle: BOSCH Klimaanlage checken lassen

Gerade die Klimaanlage sollte nach der langen Heizperiode  überprüft werden, da sich Feuchtigkeit und Keime in der Anlage ansammeln. Zudem müssen Flüssigkeit aufgefüllt und Filter ausgetauscht werden. Einfach ab zum Klima-Check ab in den unabhängigen Kfz-Fachbetrieb, denn nur durch die regelmäßige Wartung lassen sich teure Folgeschäden vermeiden.

Foto/Quelle: ARAL Innenraum säubern

Im Innenraum sammelt sich in der kalten Jahreszeit viel Feuchtigkeit.  Also: Bodenbeläge herausnehmen, trocknen und absaugen. Bei feuchtem Boden Zeitungspapier auslegen. Alle Türen und Heckklappe öffnen, Fahrzeug länger lüften und trocknen lassen. Diese Arbeiten können Sie auch gut selbst machen.

Foto: U. Kröner, GTÜ, Quelle: GTÜ Den Lack pflegen

Streusalz und Splitt haben dem Lack stark zugesetzt. Kleine Steinschlagschäden etc. sind oft die Folge. Wagen durch die Waschanlage fahren und die Unterbodenwäsche nicht vergessen. Spülen Sie auch die Radkästen aus. Hinterher den Wagen konservieren. Bei stärkeren Dellen und Steinschlagdefekten den Beulendoktor konsultieren. Hier macht Smart-Repair Sinn. Fragen Sie Ihre unabhängige Werkstatt.

Foto/Quelle: TÜV Süd Im Motorraum

Schläuche und Leitungen müssen gründlich überprüft werden. Auch alle Füllstände von Motoröl, Kühlwasser, Scheibenwaschwasser, Bremsflüssigkeit und Hydrauliköl für Servolenkung sind zu kontrollieren. Im Bedarfsfall sind die Flüssigkeiten und Öle auszutauschen. Überlassen Sie diese Arbeiten Ihrer Werkstatt, denn diese kennt alle notwendigen Spezifikationen und arbeitet nach den Serviceplänen der Fahrzeughersteller.

Foto/Quelle: SEAT Fahrzeug von unnötigem Ballast befreien

Im Winter sammeln sich viele Utensilien im Fahrzeug an. Winterzubehör wie Schneeketten, Spaten aber auch montiertes Zubehör wie Skiträger demontieren und im Keller verstauen. Weniger Zuladung gleich weniger Spritverbrauch.

Fazit

Wat mutt, dat mutt ... Wird jetzt die ältere Generation unserer Leser sagen. Und das nicht zu Unrecht, denn im harten Winter entstehen Schäden oder Verschleiß am Fahrzeug, die man besser direkt beseitigen lässt. Hier kann nur die eingehende Prüfung in der unabhängigen Kfz-Werkstatt Auskunft über Defekte oder Schwachstellen geben. Sicherheit kommt im Straßenverkehr an erster Stelle. Und bedenken Sie bitte, dass Arbeiten an sicherheitsrelevanten Baugruppen wie Bremsen, Lenkung, Aufhängung und Fahrwerk den Fachbetrieben überlassen werden sollte … Ihrer und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu Liebe! Sprechen Sie also besser Ihre unabhängige Kfz-Meisterwerkstatt an.

mw

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