Parken und Kassieren: Supermärkte auf Knöllchenjagd

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Allgemein

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„Upps, falsch geparkt?“ mag sich so mancher Autofahrer nach dem Besuch des Supermarktes fragen. Denn schon nach einem recht kurzen Einkauf prangt ein Knöllchen an der Windschutzscheibe des Autos. Bei vielen Märkten muss neuerdings für die Zeit des Einkaufs eine Parkscheibe ausgelegt werden. Aber - ist das überhaupt rechtens?

Knöllchen statt Knolle

Ob das der Weg zu mehr Kundenfreundlichkeit und Imagepflege darstellen könnte, sei dahingestellt. Für viele Kunden der Supermärkte bedeutet es bloß ein weiteres Ärgernis im Alltag. Denn was die letzten Jahrzehnte gut funktioniert hat, ist anscheinend bei vielen Discountern wohl kaum mehr möglich – ein geregeltes Parken. Laut „Auto Straßenverkehr“ schreiben deshalb Supermarktketten wie Aldi Süd, Lidl und Rewe neuerdings die Nutzung einer Parkscheibe vor. Und wer da nicht aufpasst, wird schnell mit einem Bußgeld von 30 Euro bedacht.

Externe Überwachung

Sinn der Neuregelung ist, Dauerparker von Kundenparkplätzen fernzuhalten. Dafür wurden spezielle Firmen beauftragt, die nun Kontrollen durchführen, ob Parkscheiben ausgelegt werden. Laut „Auto Straßenverkehr“ werden Knöllchen von 30 Euro ausgestellt, sollte eine Parkscheibe fehlen. Auch auf den Parkplatzschildern wird wohl auf die Höhe der Strafe hingewiesen, inwiefern jeder Kunde nun auch im Vorfeld des Parkvorgangs das „Kleingedruckte“ auf diesen Schildern liest, bleibt abzuwarten.

Praxis legitim

Diese Praxis ist - ob man es persönlich als kundenfreundlich empfindet oder nicht, wohl zulässig. Denn das Bußgeld wird nicht direkt vom Supermarkt angewiesen, sondern von einem sogenannten „Parkraumbewirtschafter“.
Autofahrer, die anhand ihres Kassenbons einen Einkauf beim Discounter nachweisen können, sollten daher versuchen, mit den Ansprechpartnern des Supermarktes eine kulante Regelung zu finden. Auf Anfrage des Autofahrer-Magazins sicherten Rewe und Aldi Süd zu, möglichst kundenfreundlich zu agieren. Haben Sie bereits eine Zahlungsaufforderung bekommen, sollten Sie diese auf keinen Fall ignorieren, denn das kann unter Umständen teuer werden.

Fazit

Schön, dass sich die Discounter um mehr Kundenfreundlichkeit sorgen, sonst hätte man glatt mutmaßen können, dass da ein neues Geschäftsmodell implementiert wurde. Kunden werden zukünftig wohl mehr bei der Konkurrenz kaufen, dafür füllen sich kurzfristig die Taschen der „Parkraumbetreiber“. Ob das in dieser Form ein einträgliches Geschäft für die Supermärkte wird, das wird die Zukunft zeigen. Für uns Autofahrer bedeutet es auf jeden Fall ein weiteres Ärgernis im Auto-Alltag.

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