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Motorenöle mit falschen Freigaben im Umlauf

Geschrieben von cm. Veröffentlicht in Wartung

Motorenöle sind für den Antrieb unserer Autos essentiell wichtig. Aus diesem Grund stellen die Fahrzeughersteller extrem strenge Anforderungen an die Eigenschaften dieser Schmierstoffe. Werden diese erfüllt, bekommt das Öl eine Freigabe des Fahrzeugherstellers. Da viele Verbraucher auf Freigaben achten, sind laut der Wettbewerbszentrale offenbar vermehrt falschausgezeichnete Öle zu Dumpingpreisen im Umlauf.

Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EUQuelle: AUTOFAHRERSEITE.EUBevor ein Motorenöl in den Laden oder gar in unsere Autos gelangt, muss es eine Reihe von Tests durchlaufen. Dabei werden unter anderem verschiedene Parameter durchgeprüft, die der Gesetzgeber sowie die Normungsorganisationen API und SAE vorgeben. Oftmals stellen die einzelnen Fahrzeughersteller jedoch Anforderungen an das Öl, die über diese allgemeinen Vorgaben hinausgehen. Wenn ein Öl diesen Anforderungen entspricht und außerdem erfolgreich ein kostenpflichtiges Prüfverfahren durchläuft, erhält es eine Freigabe vom Fahrzeughersteller. Freigegebene Öle dürfen uneingeschränkt für die Wartung und Reparatur verwendet werden, die Gewährleistungs- oder Garantieansprüche des Kunden bleiben dabei vollumfänglich erhalten.

Viele Verbraucher achten dementsprechend bei der Auswahl eines Öls auf diese Freigaben. Klar, dass eine Freigabe deshalb einen klaren Wettbewerbsvorteil bedeutet. Mutmaßlich um diesen Vorteil zu nutzen, ohne die Kosten eines Freigabeverfahrens tragen zu müssen, haben mehrere Händler und ihre Öllieferanten nicht freigegebenes Öl mit falschen Freigaben bedruckt. Aus diesem Grund hat die Wettbewerbszentrale Medienberichten zufolge mehrere Unternehmen abgemahnt. Abmahnungen ergingen unter anderem an einen Discounter, der angeblich von VW und Daimler freigegebenes Öl beworben hatte, das jedoch keinerlei Freigaben hatte. Ein weiterer Fall betraf einen Händler, der tatsächlich von Ford freigegebenes Öl zusätzlich mit einer nicht existierenden Mercedes-Benz-Freigabe beworben hat.

Wie können sich Verbraucher schützen?

Für den Laien ist schwer erkennbar, ob ein Öl die Freigaben, mit denen es beworben wird, tatsächlich hat oder nicht. Da jedoch Ihre Garantieansprüche von dieser Frage abhängen können, sollten Sie sich beim Ölkauf ausschließlich auf das Urteil Ihres unabhängigen Kfz-Meisterbetriebs verlassen. Die dortigen Fachleute kennen sich nicht nur bestens mit Ölen und Schmierstoffen aus, sie haben außerdem auch Zugriff auf Informationen der Fahrzeughersteller, mit denen sie angebliche Freigaben prüfen können.

Selbstgekauftes Öl mit in die Werkstatt zu bringen lohnt sich übrigens auch finanziell ohnehin nicht. Der Grund sind die Entsorgungskosten für das Altöl, die in die Ölpreise Ihrer Werkstatt bereits eingerechnet sind. Lassen Sie mitgebrachtes Öl einfüllen, muss Ihnen die Werkstatt diese Kosten weiterberechnen.

Fazit

Vorsicht bei vollmundigen Werbeversprechen! Wie sich immer wieder zeigt, werden gerade im Niedrigpreissegment oft Motorenöle mit angeblichen Freigaben beworben, die gar nicht existieren. Leidtragende sind die Verbraucher, die damit unwissentlich ihre Fahrzeuggarantien aufs Spiel setzen. Wir empfehlen daher: Kaufen Sie Ihr Öl nur in Ihrer unabhängigen Fachwerkstatt!

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EU

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