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ABS und ESP: Die elektronischen Sicherheitssysteme

Geschrieben von cm. Veröffentlicht in Sicherheit

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Heute sind diese beiden Systeme kaum mehr aus unseren Autos wegzudenken und seit 2014 sind sie bei Neuwagen fest vorgeschrieben. Die Rede ist natürlich vom Antiblockiersystem “ABS“ und der Elektronischen Stabilitätskontrolle (in Deutschland meist “ESP“ genannt). Wie arbeiten diese beiden unsichtbaren Lebensretter eigentlich?

Quelle: ContinentalZum Vergrößern anklickenAbgesehen von den Autofahrern unter uns, die regelmäßig ältere Autos fahren, verlassen wir uns im Alltag vielfach darauf, dass die elektronischen Helfer ABS und ESP unsere Autos in der Spur halten. In Notfallsituationen machen diese Systeme das Auto heute viel berechenbarer und beherrschbarer, als das in der Vergangenheit der Fall war. Die Autofahrer mussten jedoch sehr lange ohne ABS und ESP auskommen. Während das erste Automobil schon 1895 in Serie ging, wurden die ersten Fahrzeuge erst 1983, also mehr als 80 Jahre später mit ABS ausgestattet. ESP kam sogar erst 1995 dazu. Doch wie funktionieren diese Fahrassistenten?

Das ABS

Die Funktion des Antiblockiersystems ist schnell erklärt. Wie der Name schon erahnen lässt, verhindert das System das Blockieren der Räder – nämlich bei einer Vollbremsung. Wichtig ist das deshalb, weil sich das Fahrzeug anderenfalls nicht mehr lenken lässt, sobald die Räder stehen. Darüber hinaus kann ABS die Bildung von Flachstellen auf dem Reifen verhindern, die sonst nach einer Vollbremsung auftreten und das Fahrverhalten und den Komfort des Fahrzeugs beeinträchtigen können. Sie entstehen, wenn das Rad nicht mehr rotiert und statt zu rollen über den Straßenbelag rutscht. Darüber hinaus erhöht die bessere Kraftübertragung die Verzögerungswirkung auf nassen Straßen.

Das ESP

Das System, das im deutschsprachigen Raum meist ESP genannt wird, heißt offiziell eigentlich ESC (vom Englisch “Electronic Stability Control“, also elektronische Stabilitätskontrolle). Der Begriff "ESP" war ursprünglich eine Wortmarke von Mercedes-Benz, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Egal, unter welchem Namen das System vom jeweiligen Fahrzeughersteller angeboten wird, stellt es gewissermaßen eine Weiterentwicklung des Antiblockiersystems dar. Es überwacht ständig die Drehzahl der einzelnen Räder des Fahrzeugs, den Lenkwinkel und, abhängig von der konkreten Anwendung, auch verschiedene Beschleunigungswerte. Daher kann es gegebenenfalls in Sekundenschnelle Einfluss auf die Stabilität des Fahrzeugs nehmen, indem es einzelne Räder gezielt abbremst. So kann einem Schleudern des Fahrzeugs wirksam entgegengewirkt werden.

Um die Sicherheit im Verkehr noch weiter zu erhöhen, wurden mit der Zeit immer neue Zusatzfunktionen für die elektronische Stabilitätskontrolle entwickelt, die den Fahrer beispielsweise bei Notbremsungen oder bei Fahrten mit einem Anhänger noch besser unterstützen.

Fazit:

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass das elektronische Antiblockiersystem schon vor rund 40 Jahren vorgestellt und seit 35 Jahren in Serie eingeführt wurde. Es gehört zusammen mit der Elektronischen Stabilitätskontrolle zu den unverzichtbaren Sicherheitssystemen im Auto, auf die sich täglich Millionen von Autofahrern verlassen können. Bei Neufahrzeugen sind beide Systeme heute in jedem Fall an Board. Den Käufern von (älteren) Gebrauchtwagen sei an dieser Stelle dazu geraten, beim Autokauf darauf zu achten, dass das Wunschfahrzeug ebenfalls mit den elektronischen Lebensrettern ausgestattet ist.

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Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EU; Continental (Grafik)

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