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Frontscheiben: Mehr als nur ein Windschutz

Geschrieben von cm. Veröffentlicht in Tipps & Trends

Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EUQuelle: AUTOFAHRERSEITE.EU

Schon sehr früh in der Geschichte des Automobils begannen die Fahrzeughersteller, ihr Sortiment von offenen Konstruktionen ohne Frontscheibe auf geschlossene Modelle mit Scheiben umzustellen. Die, ursprünglich ausschließlich als Witterungsschutz gedachten, Glaselemente erfüllen mittlerweile jedoch viele andere Funktionen...

Besserer Komfort, höhere Reisegeschwindigkeit, niedriger Kraftstoffverbrauch, verbesserte Sicherheit... Diese und viele andere Eigenschaften spielen für die meisten Neu- oder Gebrauchtwagenkäufer eine entscheidende Rolle. Um den immer höheren Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, mussten sich alle Bereiche der Fahrzeugkonstruktion stetig weiterentwickeln. Diese Entwicklung hat auch vor dem Autoglas keinen Halt gemacht.

Die äußere Gestaltung der Fensterflächen ist längst nicht mehr allein der Fantasie kreativer Designer in den Konstruktionsbüros der Fahrzeughersteller überlassen. Sie sind bei der Formgebung beispielsweise durch die Gesetze zum Fußgängerschutz, das Ziel eines möglichst geringen Luftwiderstands und die Erhaltung der Verwindungssteifigkeit der (selbsttragenden) Karosserie eingeschränkt. Bei modernen Fahrzeugen wird die Frontscheibe direkt in die Karosserie eingeklebt und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Stabilität des gesamten Fahrzeugs.

Die Sicherheit spielt eine wichtige Rolle

Sicher möchte sich heute niemand mehr vorstellen, welche Gefahren den Fahrzeuginsassen bei einem Unfall durch scharfe Glassplitter drohen könnten. Aus diesem Grund bestehen moderne Autoscheiben aus ein- oder mehrschichtigem Sicherheitsglas, das im Falle einer Beschädigung zusammenhält oder in ungefährliche Teile zerfällt.

Auch für Fußgänger kann die Scheibe bei einem Unfall gefährlich werden, denn bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h ist damit zu rechnen, dass ein angefahrener Fußgänger mit dem Kopf auf die Frontscheibe des Fahrzeugs trifft. Zur Verbesserung der Gefahrenabwehr in solchen Fällen bietet Volvo beispielsweise einen Fußgängerairbag an, der, durch ein Kamerasystem aktiviert, den Aufprall auf der Scheibe abfedern soll.

Selbstverständlich ist es das Beste, wenn es von Anfang an nicht zu einem Unfall mit Fußgängern oder anderen Verkehrsteilnehmern kommt. Aus diesem Grund werden viele Fahrzeuge mit kamera- und sensorgestützten Sicherheitssystemen ausgestattet. Sie überwachen kontinuierlich den Verkehrsraum vor dem Auto und erlauben der Bordelektronik den Fahrer rechtzeitig zu warnen, beispielsweise vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur oder vor plötzlich auftauchenden Hindernissen. Zunehmend mehr Fahrzeuge können im Notfall außerdem selbstständig eine Bremsung bis zum Stillstand einleiten.

Glas wird multimedial

Sensoren und Kameras bzw. die Fahrzeugsysteme, die darauf zurückgreifen, können nicht nur in Extremsituationen für mehr Sicherheit sorgen, sie können die Fahrt auch für den Fahrer entspannter machen. Mit diesem Ziel erinnert zum Beispiel eine Verkehrszeichenerkennung den Fahrzeuglenker an die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Teils beherbergt die Frontscheibe nicht nur die nötigen Sensoren für die Assistenzsysteme, sondern wird als so genanntes “Head-Up-Display“, kurz HUD, selbst zur Bildschirmfläche. Bei dieser grafischen Darstellung werden die Informationen für den Fahrer direkt auf die Innenseite der Scheibe projiziert. So können ihm wichtige Informationen präsentiert werden, ohne dass er den Blick von der Fahrbahn nehmen muss.

Auch die Infotainment-Systeme im Auto sind teilweise auf Komponenten in der Frontscheibe angewiesen. Dort werden beispielsweise Radio-, Mobilfunk- und TV-Antennen platzsparend untergebracht. Weitere Komfortmerkmale wie eine automatische Scheibenenteisung mittels Heizdrähten in der Scheibe vervollständigen das Aufgebot an technischen Feinheiten, die in die Frontscheiben moderner Fahrzeuge eingebaut werden.

Modernste Technik hat ihren Preis

Wenn man um die besonderen Eigenschaften moderner Frontscheiben weiß, dann sollte es keine Überraschung darstellen, dass Ersatzscheiben durchaus ihren Preis haben. Hochempfindliche Systeme wie Kameras und Sensoren können nur dann korrekt arbeiten, wenn die Scheibe exakt den Vorgaben des Fahrzeugherstellers entspricht.

Mit dem Einbau selbst ist es in vielen Fällen jedoch nicht getan, denn die potentiell lebensrettenden Fahrassistenzsysteme müssen von der Werkstatt anschließend millimetergenau eingestellt und kalibriert werden. Nur wenn dieser Schritt vollzogen worden ist, funktioniert alles, wie es soll und das Auto ist wieder sicher unterwegs. Gerade bei hochpreisigen Fahrzeugen mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen, können diese Arbeiten durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Im Interesse der Sicherheit sollte jedoch auf keinen Fall darauf verzichtet werden.

Fazit:

Die scheinbar so simple Autoscheibe hat sich in den letzten Jahren zu einem komplexen, hochtechnischen System entwickelt. Da überrascht es kaum, dass auch die Reparatur oder der Austausch dieser Fahrzeugkomponente nicht mehr so einfach und billig ist, wie es früher einmal der Fall war. Besonders weil einschlägige Anbieter teils offensiv um Kunden buhlen und in vielen Kaskotarifen heute eine Steuerung von Glasschäden vereinbart wird, lohnt es sich, zwei Mal hinzusehen. Jedem Verbraucher sollte bewusst sein, dass ein fachgerechter Austausch und mit allen vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Schritten nicht zum Dumpingpreis möglich ist.
Autofahrer tun stattdessen gut daran, sich bei Fragen zum Thema Autoglas auf die Kompetenz ihrer unabhängigen Kfz-Werkstatt verlassen, Diese verfügt über das nötige Know-how und die technische Ausstattung, um alle Arbeiten an der Frontscheibe fachgerecht und nach Herstellervorgaben durchzuführen.

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EU


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