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Euro 7 kommt: Was die neue Abgasnorm für Autofahrer bedeutet

Geschrieben von MG. Veröffentlicht in Tipps & Trends

Die neue Abgasnorm Euro 7 steht vor der Tür. Ab Ende November 2026 gelten die ersten Vorgaben für neue Pkw-Modelle. Mit Euro 7 will die Europäische Union die Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr weiter reduzieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur um das, was hinten aus dem Auspuff kommt. Auch Bremsenabrieb, Reifenabrieb und die Haltbarkeit von Fahrzeugbatterien rücken stärker in den Fokus. Doch was ändert sich wirklich?

Ab wann gilt Euro 7?

  • Ab dem 29. November 2026: Neue Fahrzeugtypen müssen grundsätzlich die Euro-7-Vorgaben erfüllen.
  • Ab dem 29. November 2027: Die Anforderungen gelten grundsätzlich für alle neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge der betreffenden Fahrzeugklassen.

Für Busse und schwere Nutzfahrzeuge gelten spätere Termine.

Was ändert sich mit der Abgasnorm Euro 7?

  1. Neue Anforderungen an die Abgasreinigung

Die bisherige Euro-6-Norm hat bereits umfangreiche Grenzwerte für Schadstoffe und Partikel festgelegt. Bei Pkw bleiben viele der bisherigen Auspuff-Schadstoffgrenzwerte unter Euro 7 unverändert. Das bedeutet allerdings nicht, dass alles beim Alten bleibt.

Unter anderem werden die Anforderungen an die Partikelemissionen ausgeweitet. Bei Ottomotoren werden künftig auch Partikelgrenzwerte unabhängig davon relevant, ob es sich um einen Motor mit Direkteinspritzung oder Saugrohreinspritzung handelt. Außerdem wird die Erfassung besonders kleiner Partikel erweitert. Auch die Verdunstung von Kraftstoff wird stärker berücksichtigt. Damit sollen Schadstoffe reduziert werden, die nicht unmittelbar aus dem Auspuff stammen.

  1. Bremsenabrieb wird zum Thema

Beim Bremsvorgang entsteht Abrieb, der als Feinstaub in die Umwelt gelangen kann. Das betrifft nicht nur Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sondern auch Elektroautos. Die neuen Vorschriften sehen deshalb Grenzwerte für Bremspartikel vor. Dabei werden die Antriebsart und die jeweiligen gesetzlichen Übergangsfristen berücksichtigt.

Gerade bei Elektroautos ist das interessant. Durch die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen kann die mechanische Bremse im Alltag häufig weniger beansprucht werden.

  1. Auch Reifenabrieb wird berücksichtigt

Reifen verlieren während der Fahrt Material. Dieser Abrieb gelangt in die Umwelt und kann zur Belastung durch nicht aus dem Auspuff stammende Partikel beitragen. Euro 7 schafft deshalb erstmals einen verbindlichen europäischen Rahmen für die Begrenzung des Reifenabriebs. Die konkreten Anforderungen und ihre Anwendung hängen von den jeweiligen Reifenkategorien und den vorgesehenen technischen Regelungen ab.

  1. Wie lange halten die Batterien von Elektroautos?

Euro 7 betrifft nicht nur Verbrenner. Auch die Haltbarkeit von Antriebsbatterien bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden wird erstmals durch konkrete Mindestanforderungen berücksichtigt.

Für Pkw gelten dabei folgende Werte:

  • Nach fünf Jahren oder 100.000 Kilometern muss die Batterie noch mindestens 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen.
  • Nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern müssen noch mindestens 72 Prozent der ursprünglichen Kapazität vorhanden sein.

Maßgeblich sind die jeweils geltenden Prüf- und Anwendungsbedingungen der Verordnung.

Wird Autofahren durch Euro 7 teurer?

Die neuen Vorschriften verursachen für die Automobilhersteller zusätzlichen Entwicklungs-, Prüf- und gegebenenfalls Produktionsaufwand. Je nach Fahrzeug können beispielsweise Anpassungen an der Abgasreinigung, der Fahrzeugelektronik, den Bremsen oder anderen Komponenten notwendig werden. Ob diese Kosten vollständig, teilweise oder gar nicht unmittelbar an die Käufer weitergegeben werden, hängt unter anderem von der Fahrzeugklasse, der technischen Umsetzung, dem Wettbewerb und der Preispolitik der Hersteller ab.

Fazit:

Euro 7 ist mehr als die nächste Stufe bei den klassischen Auspuffemissionen. Die Verordnung berücksichtigt erstmals umfassender auch Bremsen- und Reifenabrieb und legt Anforderungen an die Haltbarkeit von Antriebsbatterien fest. Für Verbraucher stellt sich vor allem die Frage, ob sich die zusätzlichen Anforderungen in höheren Fahrzeugpreisen niederschlagen und welche Vorteile sich daraus tatsächlich ergeben.

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