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Lackierroboter in der Werkstatt: Zukunft oder schon Realität?

Geschrieben von: MG. Veröffentlicht in Tipps & Trends

Roboter in der Autowerkstatt? Was lange vor allem aus der industriellen Fahrzeugproduktion bekannt war, hält zunehmend auch in Karosserie- und Lackierbetrieben Einzug. Insbesondere Lackierroboter zeigen, welches Potenzial in der Automatisierung steckt. Doch welche Arbeiten können Roboter bereits übernehmen? Und bedeutet die neue Technik, dass künftig weniger Menschen in der Werkstatt benötigt werden?

Lackierroboter übernehmen anspruchsvolle Arbeiten

In der industriellen Automobilproduktion gehören Roboter seit Jahrzehnten zum Alltag. Dort lackieren sie Fahrzeugkarosserien mit hoher Präzision und Wiederholgenauigkeit. In der Unfallreparatur waren solche Lösungen lange schwieriger umzusetzen. Schließlich gleicht kaum ein Reparaturauftrag dem anderen: Unterschiedliche Fahrzeugmodelle, Lackfarben und beschädigte Bauteile erfordern individuelle Arbeitsabläufe. Moderne Lackierroboter werden zunehmend auf diese Anforderungen ausgelegt. Je nach System können sie einzelne Fahrzeugteile oder größere Flächen bearbeiten.

Fachkräftemangel macht Roboter für Werkstätten interessant

Der Fachkräftemangel zählt weiterhin zu den Herausforderungen des Kfz-Gewerbes. Qualifizierte Fahrzeuglackierer und Karosseriebauer sind für viele Betriebe unverzichtbar, gleichzeitig lassen sich offene Stellen nicht immer kurzfristig besetzen.

Lackierroboter können hier eine Unterstützung sein. Sie übernehmen wiederkehrende Arbeitsschritte und arbeiten unabhängig davon, ob Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen oder im Urlaub sind. Vor allem bei regelmäßig anfallenden Lackierarbeiten kann dies die Planung erleichtern.

Weniger Lackverbrauch und bessere Qualität?

Ein wesentlicher Vorteil von Lackierrobotern liegt in der präzisen und wiederholbaren Arbeitsweise. Während manuelle Lackierarbeiten von Erfahrung, Konzentration und den jeweiligen Arbeitsbedingungen abhängen, kann ein einmal abgestimmter Roboterprozess unter vergleichbaren Bedingungen wiederholt werden.

Das kann mehrere Vorteile mit sich bringen:

  1. Gleichmäßige Lackoberflächen: Präzise Bewegungsabläufe können zu einem gleichmäßigen Lackbild beitragen.
  2. Geringerer Materialverbrauch: Eine gezielte Applikation kann helfen, unnötigen Lackverbrauch zu vermeiden.
  3. Weniger Nacharbeit: Wenn die Lackierung gleichmäßig ausfällt, kann sich der Aufwand für Polieren und andere Nachbearbeitungen verringern.
  4. Bessere Arbeitsplanung: Während der Roboter lackiert, können Mitarbeiter andere Aufgaben vorbereiten oder erledigen.

Lohnt sich die Investition in einen Lackierroboter?

So vielversprechend die Technik ist, die Anschaffung will gut überlegt sein. Lackierroboter erfordern Investitionen in die Anlage selbst, die Integration in bestehende Arbeitsabläufe und die Schulung der Mitarbeiter. Hinzu kommen laufende Kosten für Wartung, Energie und gegebenenfalls Software oder Serviceleistungen.

Was bedeutet die Automatisierung für Autofahrer?

Für Autofahrer steht vor allem das Ergebnis einer Reparatur im Mittelpunkt. Nach einem Unfallschaden soll das Fahrzeug fachgerecht instand gesetzt werden und anschließend wieder optisch überzeugen.

Lackierroboter können Werkstätten dabei unterstützen, gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Wenn Material eingespart und Nacharbeit reduziert werden, kann dies außerdem die Wirtschaftlichkeit einer Reparatur verbessern.

Fazit:

Lackierroboter entwickeln sich zu einer interessanten Ergänzung für moderne Kfz-Werkstätten. Sie können wiederkehrende Arbeiten präzise ausführen, den Lackverbrauch reduzieren und Beschäftigte entlasten. Angesichts des Fachkräftemangels und steigender Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit dürfte die Technik für weitere Karosserie- und Lackierbetriebe an Bedeutung gewinnen.

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