Tempo 30: Mehrheit gegen neue Regelgeschwindigkeit

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Tipps & Trends

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In vielen Bereichen der Innenstadt macht die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h Sinn. Gerade vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen ist es wichtig, den Verkehr langsam durch sensible Zonen zu führen. Aber ist denn eine generelle Senkung der Regelgeschwindigkeit in den Städten sinnvoll und wird sie von den Autofahrern befürwortet?

Senkung der Richtgeschwindigkeit?

Die örtliche Regelgeschwindigkeit in Deutschland beträgt aktuell 50 km/h. Das ist für viele Bereiche in den Städten sowie in den Randbezirken eine angemessene Geschwindigkeit, um den Verkehrsfluss nicht zu verzögern und die Sicherheit auf den Straßen umfangreich zu gewährleisten. Aber der Politik geht das nicht weit genug. So ist es aktuell im Gespräch, dass eine generelle Senkung der Richtgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h vorgenommen werden soll.

Mehrheit befürwortet Beibehaltung

Um das kontrovers diskutierte Thema genauer zu beleuchten, hatte der ADAC bei seinen Mitgliedern eine Meinungsumfrage durchgeführt. Eindeutiges Ergebnis daraus: eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent lehnt eine generelle Tempo-30-Regelung ab und sprechen sich somit für eine Beibehaltung der aktuellen Regelgeschwindigkeit aus.

Dabei gab die Mehrheit der Befragten an, bei einer Senkung der Richtgeschwindigkeit längere Fahrtzeiten zu erwarten und zu befürchten, dass Schulen und Kindergärten nicht mehr als besondere Gefahrenschwerpunkte wahrgenommen werden. Die Hälfte der Befragten erwartet erhöhten Schleichverkehr durch Wohngebiete.  Als positive Auswirkungen werden eine höhere Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erwartet.

Tempo 30 überwiegend sinnvoll

Dabei ist, auch nach Ansicht des ADAC, Tempo 30 in Wohngebieten eine sinnvolle, verkehrsberuhigende Maßnahme. So sind bereits heute in vielen innerstädtischen Bereichen Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Auch die angedachte Änderung der StVO ist begrüßenswert, denn in Zukunft können Gemeinden auf Hauptverkehrsstraßen vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen mit weniger Verwaltungsaufwand Tempo 30 anordnen.

Höhere Emissionen befürchtet

Allerdings ist es fraglich, ob eine generelle Anpassung der Richtgeschwindigkeit auf 30 km/h Sinn macht. Denn längere Fahrtzeiten für Berufspendler sowie mehr Schleichverkehr, Staus in Wohngebieten und dadurch bedingte, höhere Abgas-Emissionen in den Innenstädten werden befürchtet. Zudem könnten die Innenstädte aufgrund schlechterer, verlangsamter Erreichbarkeit an Attraktivität für den Verbraucher einbüßen.

Fazit

Tempo 30 ja, aber nicht überall… Aktuell sind bereits weite Bereiche der Städte verkehrsberuhigt oder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ausgezeichnet. Das sollte auch weiterhin so gehandhabt und ausgebaut werden. Aber z.B. in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet, wo viele Städte aneinandergrenzen, würden große Zone-30 Flächen entstehen und so den Verkehr nochmals verlangsamen. Das könnte zur Folge haben, dass Berufstätige immer mehr Zeit für die Anfahrt zu ihrer Arbeitsstelle benötigen würden, Staus entstehen und eine Emissions-Mehrbelastung die Folgen sein könnten. Also - Sicherheit und Verkehrsberuhigung ja, aber mit Augenmaß!

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