KBA-Rückruf: So verhalten Sie sich richtig

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Jahr für Jahr sind Millionen Fahrzeuge von KBA-Rückrufen betroffen und müssen dementsprechend zurück in die Werkstatt, um die Mängel zu beseitigen. Autofahrer sollten diese jedoch nicht ignorieren, denn in einigen Fällen könnte das Auto stillgelegt werden. Wir haben konkrete Fragen und Antworten zu diesem Thema zusammengefasst.

Die rechtliche Grundlage in Sachen KBA-Rückrufe ist klar formuliert: Der Autohersteller ist nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) verpflichtet, Fahrzeuge zurückzurufen, wenn von einem schwerwiegenden Mangel am Auto eine Gefahr ausgeht. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist für die Überwachung der Rückrufe zuständig. Diese Behörde teilt den Hersteller auch die Adressen der Halter der betroffenen Fahrzeuge mit.

Quelle: ADACQuelle: ADACKonkrete Zahlen zu Rückrufen zu bekommen, ist schwieriges Unterfangen. Die Autohersteller sind nicht dazu verpflichtet, Angaben über die zurückgerufenen Fahrzeuge zu machen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wiederum hält sich ebenfalls mit der Veröffentlichung von Zahlen zurück. Laut dem ADAC seien 2016 mindestens 1,3 Millionen Fahrzeuge in Deutschland von vom KBA angeordneten Rückrufen betroffen gewesen. Dabei fällt auf, dass die von Rückrufen betroffenen Autos immer jünger werden. 2016 betrug das Durchschnittsalter 1,82 Jahre.

Teilt man die KBA-Rückrufe nach Baugruppen ein, wird ein klares Bild sichtbar. Gurte, Airbags und Kopfstützen bilden den größten Anteil (56 %). Dann folgen Karosserie, Türen und Türen (14 %), vor der Elektronik/Elektrik und Zündanlage/Wegfahrsperre (je 7 %). Der Takata-Skandal ist hier immer noch der Haupttreiber.

Fahrzeug kann stillgelegt werden

Quelle: AUTOFAHRERSEIT.EUQuelle: ADACNeben den problematischen Airbags ist besonders der VW-Abgasskandal, der die größte, freiwillige Rückrufaktion aller Zeiten in Deutschland zur Folge hatte, im öffentlichen Gedächtnis. Rund 5,3 Millionen zugelassen Dieselfahrzeuge sollen ein Software-Update erhalten, damit den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden verringern.

Doch viele Autofahrer ignorieren oftmals den Brief, indem Sie zur Werkstatt zurückgerufen werden. Dies kann jedoch weitreichende Folgen haben. Zu einem dienen Rückrufe der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer. Zu anderem kann das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in einigen Fällen veranlassen, dass das Fahrzeug stillgelegt wird.

Wird das betroffene Auto entsiegelt, sprich die Plakette auf dem Kennzeichen abgekratzt, verfügt dieses über keine Zulassung mehr. Dadurch darf es nicht mehr im Straßenverkehr geführt werden. Für die Zwangsabmeldung vom PKW muss der Halter tief in die Tasche greifen. Eine KFZ-Zwangsstilllegung kann bei bis zu 300 Euro liegen. Möchten Sie Ihr Fahrzeug wieder zulassen, nachdem es zu einer Zwangsabmeldung des KFZ kam, bleibt es jedoch in der Regel bei einem Betrag von zwölf Euro.

Fragen und Antworten:

Fazit:

Sie haben ein Schreiben vom Fahrzeughersteller erhalten, indem Sie aufgefordert werden, aufgrund eines Mangels in die Werkstatt zu fahren und dies reparieren zu lassen. Dann zögern Sie nicht und machen Sie einen Termin in Ihrer Werkstatt. Sie sollten unbedingt an vom KBA angeordneten Rückrufaktionen teilnehmen. Es ist für Ihre Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Oftmals steckt hinter den Aktionen mehr, als die Fahrzeughersteller zugeben wollen. Es kostet Sie ja nicht - außer Zeit. Daher nehmen Sie sich diese im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit.

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Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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Fotos dieses Artikels:
Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EU; ADAC
freundliche Mitarbeit Kfz-Dietmar-Gehrdt

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