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E-Autos brauchen spezielle Reifen

Veröffentlicht in Tipps & Trends

In regelmäßigen Abständen steht der Reifenkauf an. Gerade wer ein E-Auto fährt, sollte dabei darauf achten, dass die Bereifung auf die hohen Ansprüche des Stromers angepasst ist.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Hybride wiegen mehr als konventionell angetriebene Wagen. So bringt ein VW ID.3 fast 500 Kilogramm mehr auf die Waage als der vergleichbare Golf 8, der je nach Ausführung zwischen 1,2 und 1,5 Tonnen wiegt. Der Gewichtsunterschied kommt nicht zuletzt durch das erhebliche Gewicht der Batterien zustande. Hybridfahrzeuge besitzen zudem einen Tank für Brennstoff, der zusätzliches Gewicht auf die Straße bringt. Das beansprucht auch die Reifen, die das Fahrzeug tragen sollen.

Der grundlegende Anspruch an Reifen sollte sein, dass Sie ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Eine gute Traktion, eine hohe Laufleistung, präzises Lenken und kurze Bremswege verstehen sich für die meisten Autofahrer quasi von selbst. Bei E-Autos und ihrer aktuell noch eher überschaubaren Reichweite pro Akkuladung ist es darüber hinaus essentiell, dass die Bereifung einen möglichst niedrigen Rollwiderstand hat.

Ohren auf beim Reifenkauf

Da ein Elektromotor quasi lautlos arbeitet, sollen auch die Reifen für Fahrzeuginsassen nach Möglichkeit kaum bis gar nicht hörbar sein. Wäre dem nicht so, würde der Fahrer eines BMW i8 etwa bei jedem zurückgelegten Meter das Geräusch von Reifenabrieb an Asphalt, Split und Schotter förmlich im Ohr haben. Das höhere Gewicht des Elektrofahrzeugs bedeutet auch eine größere Last, die auf das Reifenprofil drückt. Verfügt der Reifen nicht über einen entsprechenden Lastenindex, wird die Fahrt nicht nur unnötig laut, sondern im schlimmsten Fall auch lebensgefährlich.

Sowohl der Benziner als auch der Diesel ziehen am Punkt des höchsten Drehmoments am besten. Das Elektroauto hat im Vergleich zum Verbrenner den Vorteil, dass das Drehmoment nahezu sofort verfügbar ist. Selbst kleine Elektroautos können so sofort die maximale Leistung ihres Elektromotors nutzen. Wer den Vergleich zwischen Stromer und konventionellem Antrieb schon einmal in der Praxis erlebt hat, weiß von dem unmittelbaren Durchstarten beim Treten des Gaspedals. Um den dabei entstehenden Abrieb auf der Straße so klein wie möglich zu halten, muss das Reifenprofil von Grund auf angepasst werden.EcoContact 6 TireQuelle: Continental

Der Hannoveraner Reifenhersteller Continental hat daher seinen EcoContact 6 vorgestellt, der einen besonders niedrigen Rollwiderstand bei sicherer Fahrleistung gewährleistet. Durch eine spezielle Gummimischung wird der Abrieb minimiert. Das spart unterm Strich wertvolle Laufleistung. Bereits jetzt ist dieses Reifenmodell ab Werk an vielen Neufahrzeugen angebracht. Eine spezielle Abwandlung dieses Modells existiert auch in Form des SportContact 5 für sportlichere E-Fahrzeuge wie den Tesla Model S.

Fazit

Elektroautos sind durchaus anspruchsvoller als Benziner und Dieselfahrzeuge. Gerade auch in puncto Bereifung sollte man ganz bewusst für Qualität entscheiden. Wichtig sind neben der Grundvoraussetzung Sicherheit auch der niedrige Rollwiderstand und das Leise abrollen auf der Straße. Bedenken Sie, dass Ihr E-Auto auch unbeladen schwerer ist als konventionelle Verbrenner. Reifen, die einen hohen Traglastindex haben, erkennen Sie an dem aufgedruckten XL-Symbol.

Fotos dieses Artikels:
Quelle: Continental; AUTOFAHRERSEITE.EU


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