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Abgas-Skandal: VW bekommt Freigabe für Rückruf

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Quelle: © Volkswagen AGQuelle: © Volkswagen AG

Der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge hat begonnen. Die ersten Fahrzeughalter können kontaktiert werden, den Anfang machen die VW Amarok.

Rückrufe starten

Laut dpa hat Volkswagen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Freigabe für den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge erteilt bekommen. Damit stimmte die Behörde dem Vorschlag des Konzerns zur Nachbesserung des 2,0-Liter-Dieselmotors zu. Zunächst gab es wohl Verwirrung um einen Amarok, der bereits vorzeitig ein Software-Update erhalten hatte. Ein dpa- Foto Journalist dokumentierte bei einer VW-Vertragswerkstatt, wie die Software auf das Fahrzeug übertragen wurde.

Weitere Modelle werden noch geprüft

VW kann nun die Fahrzeuge der Modellreihe Amarok zurückrufen, die Halter der Fahrzeuge werden informiert. Das Kraftfahrt-Bundesamt prüft, laut dpa, zur Zeit noch die Freigaben für die weiteren Modelle. Insgesamt sind von dem Rückruf deutschlandweit rund 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Was kommt auf die Fahrzeughalter zu?

Zunächst wird Volkswagen die, vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) registrierten Halter der betroffenen Kfz anschreiben, in der um eine Terminierung der „Umprogrammierung des Motorsteuergerätes“  bei einem autorisierten Volkswagen-Partner gebeten wird.

Laut dpa werden die freien Werkstätten nicht mit einbezogen, ein VW-Sprecher zur Vorgabe: „Um die vorgeschriebenen Dokumentationspflichten zu erfüllen, soll die Umsetzung der vom Hersteller vorgegebenen Nachbesserungsarbeiten beim jeweiligen Vertragspartner erfolgen“.

Unserer Meinung nach sollte der betroffene Autofahrer selbst entscheiden können, welche Werkstatt er aufsucht! Wenn die Umrüstung herstellerkonform durchgeführt werden kann, muss zukünftig auch unabhängigen Fachbetrieben die Möglichkeit gegeben werden, die Fahrzeuge ihrer Kunden nachzubessern.

Fakten zum Thema Rückruf haben wir in unserem Artikel: VW-Diesel-Abgasskandal: Fragen und Antworten! für Sie zusammengefasst.

Welche Motoren werden jetzt zurückgerufen?

Zunächst sollen die Motoren mit zwei Litern Hubraum nachgebessert werden, der VW Amarok macht den Anfang. Am Ende des zweiten Quartals 2016 werden die 1,2-Liter-Motoren zurückgerufen. Danach - voraussichtlich im dritten Quartal - sind die 1,6-Liter-Motoren vorgesehen, wobei der Passat erst in einigem Abstand zum Amarok folgt.

Hier abfragen, ob ihr VW - Modell betroffen ist >>

Muss man sich am Rückruf beteiligen?

Falls die Änderungen am Fahrzeug nicht durchgeführt werden, erlischt im Zweifelsfall die Betriebserlaubnis des Kfz. Deswegen sollte es im Interesse des Halters liegen, sein Pkw nachrüsten zu lassen. Dazu, laut dpa, KBA-Sprecher Stephan Immen: „Der Hersteller ist verpflichtet, die Abgasmanipulation zu beseitigen“ und „Deshalb sollten auch die betroffenen Besitzer mitwirken. Die Maßnahme ist darauf ausgerichtet, die Fahrzeuge in den ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen.“

Fazit

Endlich startet der Rückruf und die Fahrzeughalter der betroffenen Pkw werden zur Nachrüstung gebeten. Viele Fragen zum Thema Wertminderungsausgleich, Verbrauch und Leistungswerte der umgerüsteten Pkw bleiben aber zunächst offen. Auch die Umgehung der unabhängigen Werkstätten durch den Hersteller ist mehr als unschön, da der Kunde grundsätzlich die Möglichkeit besitzen sollte, seine Werkstatt frei wählen zu können. Autofahrerseite.eu bleibt für Sie am Thema…!

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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